Hilft CBD bei der Behandlung gegen Akne?


Hilft CBD bei der Behandlung gegen Akne?

Die verschiedenen Wirkstoffe von Cannabis geraten immer mehr in die Fokus der Öffentlichkeit. Die darin enthaltenen Substanzen sollen nicht nur bei vielen verschiedenen Krankheiten einen förderlichen Effekt haben, sondern auch gegen Hautprobleme wie Akne helfen.

Cannabidiol

Cannabidiol (CBD) ist einer der beiden bekanntesten Wirkstoffe des Cannabis. Der andere ist das Tetrahydrocannabinol (THC), welches insbesondere für seine Rausch auslösende Wirkung bekannt ist. Im Gegensatz zu THC hat CBD jedoch eine geringe psychotrope Wirkung, weshalb es auch in vielen Ländern legal erhältlich ist. CBD werden viele verschiedene förderliche Wirkungen zugeschrieben, darunter entzündungshemmende, angstlösende und schmerzlindernde Effekte. CBD ist ein sogenanntes Phytocannabinoid, im Grunde die pflanzliche Form der Endocannabinoide. Bei Endocannabinoiden handelt es sich um Wirkstoffe, die der menschliche Körper selbst produziert. Phytocannabinoide nutzen dieselben Rezeptoren, wie Endocannabinoide, weshalb sie sich das Endocannabinoidsystem des menschlichen Körpers zunutze machen können.

Akne

Akne im Überblick

Bei Akne handelt es sich um die weltweit häufigste Hautkrankheit. Ein Großteil aller Teenager ist in der Pubertät davon betroffen. Dabei sind Jungen häufiger und auch häufiger schwerer betroffen als Mädchen. Die Hautkrankheit ist meist durch eine fettige Haut, Mitesser und insbesondere Pickel im Gesicht und am Oberkörper gekennzeichnet. Diese Symptome werden meist durch eine zu hohe Produktion von Talg in den Talgdrüsen der Haut ausgelöst. Die Ursachen dafür können sowohl genetischer, hormoneller als auch infektiöser Natur sein.

Wenn von Akne die Rede ist, wird meist von Acne vulgaris gesprochen. Dabei handelt es sich um die häufigste Form von Akne, welche auch als gewöhnliche Akne bezeichnet wird. Diese beginnt zumeist in der Pubertät und endet spätestens mit Anfang 20. Es gibt auch noch andere Formen der Hautkrankheit, die jedoch seltener sind:

  • Acne inversa: betrifft vor allem die Achseln und die Leistengegend
  • Acne medicamentosa: wird durch Medikamente hervorgerufen
  • Und Acne infantum: betrifft Neugeborene
  • Und Acne tarda: Erwachsene sind auch mit über 25 Jahren noch betroffen

Bisherige Therapien gegen die Hautkrankheit

Wie eine Akne behandelt wird, hängt immer auch vom Schweregrad und den vorherrschenden Symptomen ab. Handelt es sich nur um eine leichte Form der Hautkrankheit, dann verschreibt der Hautarzt meist Mittel zur äußerlichen Anwendung. Dabei kann es sich um eine Creme, Salbe oder auch ein Gel handeln. Diese sollen die weitere Ausbreitung verhindern, indem sie auf die Haut aufgetragen werden. In diesen kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz:

  • Retinoide: Dieser Wirkstoff kann bei allen Formen der Akne eingesetzt werden. Er hat eine bessere Abstoßung von Hautpartikeln zur Folge, wodurch auch der Talg einfacher abfließt. Dadurch wird die Bildung von Mitessern reduziert. Außerdem haben Retinoide eine entzündungshemmende Wirkung und werden häufig mit Benzoylperoxid kombiniert. Dieser Wirkstoff hat einige Nebenwirkungen, weshalb er auch verschreibungspflichtig ist.
  • Benzoylperoxid: Dieser Wirkstoff vernichtet insbesondere Bakterien und löst aber keine Resistenzen aus. Cremes, die Benzoylperoxid enthalten, werden bei Akne mit Entzündungen eingesetzt.
  • Azelainsäure: Dieser Wirkstoff hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Außerdem sorgt er für eine reduzierte Verhornung der Talgdrüsen.
  • Antibiotika: Cremes mit einer antibiotischen Wirkung hemmen das Wachstum von Bakterien.
  • Alpha-Hydroxysäuren: Hierbei handelt es sich um eine natürliche Fruchtsäure, die eine Öffnung der Poren der Ausführungsgänge zur Folge hat.

In schweren Fällen kommt häufig die systemische Therapie zum Einsatz. Dabei werden Medikamente in Tablettenform oral eingenommen. Hierbei wird allerdings häufig kritisiert, dass die Nebenwirkungen der Tabletten zu groß sind und deshalb eher schaden als nutzen. Folgende Medikamente werden während einer systemischen Therapie gegen Akne verabreicht:

  • Antibiotika: Diese Medikamente wirken gegen die Entzündungen und sind rezeptpflichtig. Sie sollten nicht über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten hinaus eingenommen werden. Außerdem werden sie gemeinsam mit einem Mittel zur äußerlichen Anwendung verschrieben.
  • Retinoide: Hierbei handelt es sich um das Mittel mit der besten Wirkung gegen Akne, allerdings kann es starke Nebenwirkungen haben. Es kann beispielsweise einen schädlichen Einfluss auf ein ungeborenes Kind haben, weshalb bei Frauen vor der Einnahme eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden muss.
  • Hormonpräparate: Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist die Antibabypille. Diese kann einen positiven Einfluss auf die Symptome von Mädchen und Frauen haben. Allerdings kann es über sechs Monate dauern, bis die erste Wirkung einsetzt. Auch das Hormonpräparat sollte immer mit einem Mittel zur äußerlichen Anwendung kombiniert werden.

CBD gegen Akne

Bis jetzt wurde die Wirkung von CBD gegen die Hautkrankheit noch kaum untersucht. Allerdings gibt es eine Studie, die die generelle Wirkung von CBD auf die Talgdrüsen der Haut untersuchte. Dabei wurde CBD direkt auf die Talgdrüsen der Haut gegeben. Da auch die Haut durch das Endocannabinoidsystem beeinflusst wird, gingen die Autoren davon aus, dass CBD einen positiven Einfluss darauf haben könnte. In ihrer Studie konnten sie zeigen, dass CBD eine regulierende Wirkung auf die übermäßige Talgproduktion ausüben konnte.

Es normalisierte diese, ohne die Haut auszutrocknen. Außerdem hat es eine entzündungshemmende Wirkung, weshalb es sich positiv auf die Entzündungen auswirkte, die oft mit Akne einhergehen. Diese Studie weist darauf hin, dass CBD ein vielversprechendes Mittel bei Akne sein könnte, da es außerdem keine Nebenwirkungen aufweist. Bis jetzt sind noch keine medizinischen Mittel gegen die Hautkrankheit verfügbar, allerdings kann CBD schon in Form von Tropfen, Ölen oder auch als Cremes und Salben gekauft werden.

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